In der Ausstellung „Schicksal Treuhand – Treuhand-Schicksale“ ließ die Rosa-Luxemburg-Stiftung Zeitzeug*innen zu Wort kommen, deren Lebensgeschichte durch das Agieren der Treuhandanstalt unmittelbar beeinflusst wurde. Noch immer sind in vielen Regionen Brandenburgs die Folgen des Zusammenbruchs der ostdeutschen Wirtschaft der 1990er Jahre präsent. Ausverkauf und Abwanderung stellten Familien, Freundschaften, Arbeits-Kollektive und soziale Beziehungen insgesamt auf den Kopf. Wie erleben Menschen in Brandenburg den Wandel seit den 90er Jahren? Haben sich inzwischen Perspektiven verändert?
Zur Finissage der eindrucksvollen Ausstellung lädt die Rosa-Luxemburg-Stiftung gemeinsam mit dem Perspektiven e.V. in die ‚Geschichtengalerie‘ (https://geschichtengalerie.perspektiven-ev.org/) ein: ein web-Archiv, entstanden aus einem nicht ganz gewöhnlichen Stand auf den Wochenmärkten brandenburgischer Kleinstädte. Er lud verschiedenste Menschen dazu ein, innezuhalten, Bilder anzuschauen und ins Gespräch zu kommen. Aus den erzählten individuellen Schilderungen und persönlichen Botschaften entstanden Foto- und Hör-Porträts, welche eine Sammlung authentischer Stimmen abbilden.
Die Initiator*innen der Geschichtengalerie, Grit Sujata und Hassan Jörg Richter, erzählen von diesen eindrucksvollen Markt-Tagen und geben Einblicke in die erzählten Geschichten, Biographien und Berufswege ihrer Protagonist*innen, welche bis heute durch gesellschaftliche Transformationsprozesse bestimmt werden.
Die Ausstellung „Schicksal Treuhand – Treuhand-Schicksale“ kann noch bis einschließlich 28.01.2026 kostenlos im Treffpunkt Freizeit besucht werden.


